Ausverkaufte Projekte

Königsmoor - Schleswig Holstein

 

Wiedervernässung von Hochmoorgrünland im Königsmoor in der Eider-Treene-Sorge-Niederung im Landkreis Rendsburg-Eckernförde

 

Im Februar 2022 wurden die letzten MoorFutures-Zertifikate des Königsmoors verkauft.

 

Projektbeschreibung
 

Das MoorFutures-Projekt Königsmoor umfasst eine 68 ha große Teilfläche des Königsmoores in der Gemeinde Christiansholm, Landkreis Rendsburg-Eckernförde. Es ist Teil eines insgesamt rund 1200 ha großen Hochmoores, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark entwässert wurde.

 

Die Projektflächen wurden in der Vergangenheit durch Gräben und Drainagen entwässert und intentensiv als Grünland genutzt. Mit dem Erwerb der Flächen durch die Stiftung Naturschutz erfolgte die Umstellung auf extensive Nutzung ohne Düngung und Grünlandpflege. Die negativen Wirkungen der Entwässerung – wie Zersetzung des Torfes und damit Entweichung von klimaschädlichen Gasen – lassen sich dadurch jedoch nicht aufhalten bzw. rückgängig machen.

 

Daher hat die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, eine Tochter der Stiftung, im Zuge des Projektes sämtliche Gräben und Drainagen in der Fläche verschlossen. Zusätzlich werden flache Wälle aus Torf errichtet, die den winterlichen Niederschlagsüberschuss in den Flächen zurückhalten und speichern, so dass auch im Sommer in Zukunft keine Trockenheit mehr herrscht.

 

Auf den vernässten Flächen wird sich zunächst eine Sumpfvegetation mit Röhricht, Seggen und Binsen einstellen, in Teilbereichen werden eventuell auch Weidengebüsche wachsen. Da das Königsmoor ausschließlich aus Niederschlagswasser gespeist wird, kann sich langfristig wieder eine typische Hochmoorvegetation entwickeln.

 

Einsparpotenzial: 
 

Durch die Vernässung werden die Grundwasserstände im Gebiet angehoben. Dadurch reduzieren sich die jährlichen Treibhausgasemissionen um 660 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr gegenüber dem Zustand vor Projektbeginn. Wenn sich wie prognostiziert nach etwa 20 Jahren eine torfmoosreiche Hoch- bzw. Zwischenmoorvegetation einstellt, werden gegenüber dem heutigen Zustand pro Jahr 1.037 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

 

Dieser Prognose zufolge können über die Projektlaufzeit von 50 Jahren Treibhausgasemissionen im Umfang von 39.520 Tonnen CO2-Äquivalenten eingespart werden. Nach Umsetzung der Maßnahmen wird die tatsächliche Entwicklung durch ein Monitoring der Grundwasserstände und der Vegetation regelmäßig überprüft. Die Berechnung der Treibhausgas-Minderungspotenziale erfolgte nach dem GEST-Modell entsprechend dem MoorFutures®-Standard. Der TÜV Rheinland hat die Klimawirksamkeit des Projekts Königsmoor gemäß ISO 14064-2 bestätigt.

 

 

 

 

   Das Investment in Stichworten:
   Investitionsobjekt:

 
   Königsmoor (Schleswig-Holstein)  
   Kompensationsvolumen 39.520 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 39.520 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Preis pro MoorFuture
   (zzgl. USt)

 

53,78 Euro
(10,22 Euro)

 

 

 

Rehwiese - Brandenburg

 

Im Februar 2021 wurden die letzen MoorFutures-Zertifikate der Rehwiese verkauft.

 

Projektbeschreibung
 

Die Rehwiese umfasst 9,7 ha und liegt bei Freienhagen (zwischen Nassenheide und Liebenwalde, Landkreis Oberhavel). Es wird vom Fließgraben durchflossen, der zur Schnellen Havel führt. Der Fließgraben ist ein kleines Fließgewässer, das im durch den Wald verlaufenden Abschnitt vor der Rehwiese bereits heute große Naturnähe aufweist.

 

Das Grünland der Rehwiese wurde bislang landwirtschaftlich genutzt, der Graben ist hier recht geradlinig und tief eingeschnitten. Es kommt dadurch zu einer zu starken Entwässerung der Niedermoorböden. Das Projekt zielt darauf ab, das Wasser des Grabens zu stauen und in die Fläche ausufern zu lassen und damit die entwässernde Wirkung weitgehend aufzuheben.

 

Die Torfmächtigkeit im Projektgebiet ist heterogen. In Teilbereichen werden Mächtigkeiten bis zu 4 m erreicht. Neben der Reduktion der Kohlendioxidfreisetzung durch den Stopp der weiteren Zersetzung des Niedermoores hat die Maßnahme auch vielfache, naturschutzfachlich positive Wirkungen. Diese entstehen durch die Aufwertung des heute naturfernen Fließgewässers und die Schaffung eines kleinräumigen Mosaikes unterschiedlicher Lebensraumtypen.

 

Einsparpotenzial: 
 

Durch die Wiedervernässung werden auf 80%  der Fläche wieder flurnahe Grundwasserstände erreicht. Teilbereiche werden flach überstaut. Grundsätzlich werden alle von der Wiedervernässung betroffenen Bereiche später feuchter sein als derzeit.

 

Dadurch können basierend auf dem GEST-Modell knapp 14 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Hektar und Jahr eingespart werden.

 

Das Emissionsminderungspotenzial der Rehwiese wurde von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde verifiziert. Eine Kurzfassung des Zertifizierungsberichts steht als Download zur Verfügung.

 

   MoorFutures-Projekt Rehwiese (Brandenburg)

   Kompensationsvolumen 6.744 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 6.744 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Preis pro MoorFuture
   (zzgl. USt)

67,23 Euro
(12,77 Euro)

 

 

 

Gelliner Bruch - Mecklenburg Vorpommern

 

Am 14.01.2020 wurden die letzten MoorFutures des Gelliner Bruchs verkauft.
 
Projektbeschreibung
 

Das MoorFutures-Projekt „Gelliner Bruch“ befindet sich in der Gemeinde Ramin im Landkreis Vorpommern-Greifswald, etwa 6 km östlich von Löcknitz nahe der deutsch-polnischen Grenze, unweit der Gemeinde Gellin.

 

Vor der Wiedervernässung wurde die Fläche auf bis zu 1m unter Flur entwässert und zuletzt als extensives Grünland genutzt. Noch in den 1970er Jahren wurden im nordöstlichen Teil des Projektgebietes maximale Torfmächtigkeiten von bis zu 7m nachgewiesen. Durch anhaltende Torfzehrung und Moorsackung infolge der Trockenlegung des Gelliner Bruches sind deren Torfe merklich dezimiert worden. Dickere Torfschichten finden sich nun nur noch am Südzipfel des Moores – dem neuen MoorFutures-Projekt Gelliner Bruch.

 

Deshalb wurden im September 2017 die Pumpwerke abgeschaltet, die Entwässerungsgräben gefüllt und alte Wasserzuläufe erneuert. Im Ergebnis entstehen nunmehr neue artenreiche Moor- und Feuchtbiotope, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Wechsel zwischen offenen Wasserflächen und halboffenen Moorbiotopen wird einen deutlichen Anstieg der Artenvielfalt bewirken. Rieden und Röhrichte, Moorfrösche, Silber- und Graureiher soviel eine Vielzahl von Insekten- und Vogelarten werden hier ein Ort zum Rasten, Nisten und Leben finden.

 

Einsparpotenzial: 
 

Nach der Wiedervernässung durch die MoorFutures werden 6,7 ha des Moores geschützt und seine Torfschichten somit vor dem Verschwinden bewahrt. Dadurch wird aus der Treibhausgasquelle, die trocken gelegte Moore sind, wieder ein hocheffizienter Kohlenstoffspeicher.

 

Im Laufe des Projektes wird eine Treibhausgasminderung von insgesamt 7.500 Tonnen Kohlendioxidäquivalente erzielt. Nach Berücksichtigung des Puffers - gem. MoorFutures-Standard - können mind. 5.800 MoorFutures-Zertifikate von Unternehmen und Privatpersonen erworben werden.  

 

Dadurch können knapp 16 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Hektar und Jahr eingespart werden.

 

   MoorFutures-Projekt Gelliner Bruch (Mecklenburg-Vorpommern)

   Kompensationsvolumen 5.800 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 5.800 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Preis pro MoorFuture
 

40 Euro
 

 

 

Polder Kieve - Mecklenburg Vorpommern
 

Der Polder umfasst 65 ha und liegt im Süden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, am Oberlauf der Elde, unmittelbar nördlich der Ortslage Kieve. Eine Fläche von ca. 49 ha wird derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Ein Großteil der Polderfläche wird im Sommer auf unter 50 bis 70 cm entwässert. Im Winterhalbjahr werden die Schöpfwerke abgestellt. Durch das Projekt sollen 54,5 ha wiedervernässt werden.

 

Die Torfmächtigkeit im Projektgebiet beträgt durchschnittlich 3 m. Durch die Wiedervernässung wird die Nutzungen auf einem überwiegenden Teil der Fläche aufgegeben. Auf Randflächen wird eine an flurnahe Wasserstände angepasste Pflegenutzung möglich bleiben. Im Ergebnis entstehen in einem Bereich, in dem derzeit monotones Intensivgrasland vorherrscht, neue artenreiche Moor- und Feuchtbiotope.


Dies wird durch die Schaffung unterschiedlich vernässter Bereiche erreicht. In diesen können sich perspektivisch, neben Rieden, Röhrichten und Feuchtgebüschen auch Flachwasserbereiche etablieren. Der Wechsel zwischen offenen Wasserflächen, offenen und halboffenen Moorbiotopen und Feuchtgebüschstrukturen wird einen deutlichen Anstieg der Artenvielfalt bewirken.

 

Einsparpotenzial: 
 

Durch die Wiedervernässung wird in etwa die Hälfte des Polders überstaut. Dies entspricht ca. 25,5 ha. Bei Erreichung der geplanten Wasserstände wird der überwiegende Teil der überstauten Fläche bis maximal 20 cm über Flur geflutet. Grundsätzlich werden alle von der Wiedervernässung betroffenen Bereiche später feuchter sein als derzeit.

 

Bei einer Laufzeit des Projekts von 50 Jahren kann basierend auf dem GEST-Modell davon ausgegangen werden, dass 14.325 Tonnen Kohlendioxidäquivalente weniger emittiert werden als bei Beibehaltung des Status quo. Dies ergibt, bezogen auf die Gesamtkosten des Projektes, einen Preis von 35 € für ein MoorFuture. Da ein MoorFuture einer vermiedenen Tonne Kohlendioxidäquivalente entspricht, können für dieses Projekt 14.325 MoorFutures angeboten werden.

 

   MoorFutures-Projekt Polder Kieve (Mecklenburg-Vorpommern)

   Kompensationsvolumen 14.325 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 14.325 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Preis pro MoorFuture
   (inkl. MwSt)

35 Euro

Kamerunwiese - Mecklenburg-Vorpommern
 

Die Kamerunwiese ist eine ca. 8 h große, vermoorte Waldwiese, die vor der Wiedervernässung im Herbst 2018 durch extensive Mahd genutzt. Die Torfmächtigkeit im Projektgebiet beträgt durchschnittlich 1,6 m. Durch die fortlaufende Entwässrung der Flächen fiel der Wasserstand auf der Wiese im Sommerhalbjahr auf unter 70 cm und mehr unter Flur: die Zersetzung der Torfe und damit fortlaufende Treibhausgasemissionen waren die Folge. Die Wiedervernässung der Kamerunwiese wurde durch Füllen der Entwässerungskanäle an wenigen Stellen effektiv möglich. Im Ergebnis werden die Torfe und damit das Moore erhalten und revitalisiert.

 

Als „Vorrangfläche Natur“ wird eine Oase der Artenvielfalt mit verschiedenen artenreichen Moor- und Feuchtbiotopen entstehen. Am Rand wird die Vernässung andere Auswirkungen haben als im Zentralbereich der Moorflächen. Rieden und Röhrichte, moortypische Pflanzen und Tiere wie das Sumpf-Blutauge und die Große Moosjunger sowie eine Vielzahl von Insekten- und Vogelarten werden hier ein Ort zum Rasten, Nisten und Leben finden. Durch die Einbettung in den umgebenden Wald wird ein besonders idyllisches Moorbiotop entstehen, das die ganze Faszination dieses Lebensraums widerspiegelt.

 

Die Kamerunwiese liegt in touristisch attraktiver Lage im Naturpark Feldberger Seenlandschaft etwa 10 km nordöstlich der Residenzstadt Neustrelitz. Von besonderem Reiz ist die direkte Nähe zum Müritz-Nationalpark und insbesondere zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“ in den „Serrahner Buchenwäldern“.

 

Die Kamerunwiese ist das 3. Moor in M-V, dessen Wiedervernässung mit Hilfe der MoorFutures® realisiert wurde und das 1. mit dem - in einer beispielgebenden Kooperation zwischen Metropole und Ländlichen Raum - die Dienstflüge der Mitarbeitenden der Hansestadt Hamburg in Deutschland kompensiert werden.

 

Einsparpotenzial:
 
Die Wiedervernässung versetzt eine Fläche von 5,5 ha der Kamerunwiese in ein naturnahes Moor. Bei einer Laufzeit des Projekts von 50 Jahren kann basierend auf dem GEST-Modell davon ausgegangen werden, dass 3.000 Tonnen Kohlendioxidäquivalente weniger emittiert werden als bei Beibehaltung des Status quo.
 

   MoorFutures-Projekt Polder Kieve (Mecklenburg-Vorpommern)

   Kompensationsvolumen 3.000 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 3.000 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Status

 

wiedervernässt seit 2018 |  alle MoorFutures
wurden im Mai 2019 durch die Hamburger
Behörde für Umwelt und Energie erworben


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