Öko-Wertpapiere aus und in Mecklenburg-Vorpommern im Aufwind.

Aus Mecklenburg-Vorpommern: MoorFutures-Projekt Polder Kieve
| 05/2017

v.l.n.r. Dr. Till Backhaus, Umweltminister MV; Dr. Thorsten Permien, Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV; Caspar Baumgart, WEMAG (Vorstand); Michael Hillmann, WEMAG (Leiter Vertrieb)

Die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten MoorFutures erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Jüngstes Beispiel: die WEMAG AG kauft 500 Öko-Wertpapiere.

 

„Ich freue mich sehr über dieses Engagement!“ sagte Umweltminister Dr. Backhaus im Rahmen der Übergabe des Zertifikates an die Vertreter der WEMAG AG. „Wir alle sind unmittelbar abhängig von den durch die Natur erbrachten Ökosystem-leistungen, sei es im Klimaschutz, bei der Verbesserung der Wasserqualität oder bei der Artenvielfalt. Die MoorFutures ermöglichen es allen, ob Unternehmen oder Privatpersonen, den Erhalt dieser Leistungen zu unterstützen“, erläuterte der Minister.

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Im Flug über die nassen Moorflächen der Rehwiese

Aus Brandenburg: MoorFutures-Projekt Rehwiese
| 04/2017

Die Rehwiese im März 2017 from moorfutures-bb on Vimeo.

In diesem Frühjahr steht das Wasser im MoorFutures-Projektgebiet "Rehwiese" moorfreundlich hoch an. Ein guter Anlass, die Funktionsweise der Wasserhaltung in einem kurzen Film zu präsentieren.

 

Neben Erläuterungen zu Art und Stand der Wiedervernässung der Rehwiese bei Freienhagen (Landkreis Oberhavel) zeigt auch ein wundervoller Flug über den wiedervernässten Flächen im MoorFutures-Projekt in Brandenburg, wie das Moor sich heute wieder mit dem ihm eigenen Leben füllt.

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Wunden heilen mit Lanolin - Natur und Klima schützen mit MoorFutures

Aus Schleswig-Holstein: MoorFutures-Projekt Königsmoor
| 03/2017

Nachhaltigkeit wird beim Unternehmen H. Erhard Wagner GmbH groß geschrieben –           136 Klimaschutz-Zertifikate aus Schleswig-Holstein gehen nach Bremen

Seit zwei Jahren arbeitet der Bremer Rohstoffhandelsbetrieb daran seinen ökologischen Fußabdruck mit Hilfe des MoorFutures-Projekt Königsmoor und der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein so klein wie möglich zu halten. Die H. Erhard Wagner GmbH handelt mit Naturwachsen und -ölen, die ihren Einsatz hauptsächlich in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie finden.

 

Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Handel mit dem aus der Schafwolle gewonnenen

Lanolin. Die Geschäftsführung ist sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst und

hat sich bereits vor zwei Jahren, im Januar 2015, dazu entschieden sich an Maßnahmen

zum Klimaschutz zu beteiligen. Unter anderem kompensiert das Unternehmen

seine Überseeimporte mit MoorFutures® Zertifikaten aus Schleswig-Holstein.

 

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Die Macht der Moore

ZDF meets MoorFutures. Dokumentation zur Bedeutung intakter Moore für den Klimaschutz.
| 03/2017

Durch den stetig wachsenden Stellenwert der Moore in der Klimadiskussion beschäftigt sich auch das ZDF mit dem Status Quo der Moore, ihrer Erforschung und ihres Schutzes durch Renaturierung und Wiedervernässung.

 

Einprägsame Interviews mit dem weltweit anerkannten Moor-Experten Prof. Michael Succow und Einblicke in Moorschutzprojekte von Deutschland bis nach Aserbaidschan liefert diese wissensreiche 28-minütigen Dokumentation von Roland Blum.

 

Man erfährt, wie Moore entstehen und heute aussehen, was intakte Moore zum Klimaschutz beitragen können und auch, wie nasse Moore landwirtschaftlich genutzt werden. Das Zauberwort hierbei lautet: Paludikultur.


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Moore schützen vor Naturkatastrophen

World Wetlands Day 2017.
| 02/2017

Seit 1997 wird am 2. Februar jährlich an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung (1971 in der iranischen Stadt Ramsar) erinnert. Deutschland ist dieser sog. „Ramsar Konvention“ 1976 beigetreten.

 

2017 steht im Fokus, dass und wie Feuchtgebiete die Ausmaße von Naturkatastrophen verringern können. Intakte Feuchtgebiete, z.B. entlang von Flüssen, können schnell viel Wasser aufnehmen. Sie wirken dann als aktive Pufferzone bei Hochwassergefahren und Überschwemmungen. Intakte Feuchtgebiete können aber auch die Auswirkungen extremer Ereignisse wie Dürren oder Zyklone reduzieren. In Zeiten großer Hitze kühlen sie das Klima in ihrer Region merklich und stellen Oberflächen- und Grundwasser für Mensch und Natur zur Verfügung.

 

Jedoch: Feuchtgebiete sind akut gefährdet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind ca. 2/3 der Feuchtgebiete weltweit, z.T. durch systematisches Trockenlegen – verschwunden. Neben dem Schutz ist deshalb die Wiedervernässung ehemaliger Feuchtgebiete – wie unserer Moore – dringender denn je.

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Ohne Moos - wenig los!

Moore im Klimaschutzplan 2050.
| 12/2016

Im November 2016 verabschiedet Deutschland, als erstes Land überhaupt, einen nationalen Plan, der aufzeigen soll, wie Deutschland im Jahr 2050 praktisch ohne den Ausstoß von Treibhausgasen auskommen kann.


Der Klimaschutzplan 2050 listet hierbei Ziele und Maßnahmen für unterschied- liche Bereiche auf, darunter Energie, Gebäude, Mobilität, Industrie und Wirtschaft, Landwirtschaft sowie Landnutzung und Forstwirtschaft. Und: Auch der Schutz sowie die Renaturierung von Mooren sind Teil dieses ambitionierten Vorhabens.


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Die "Magie der Moore"... klimafreundlich produziert

| 03/2016

Spinnen bauen ihre filigranen Netze in der Moorlandschaft. © nautilusfilm / polyband Medien

Die Produzenten (nautilusfilm/polyband Medien) des Naturfilms „Magie der Moore“ haben sich entschieden, die bei der DVD- und Blu-ray-Produktion entstandenen CO2 Emissionen mit den MoorFutures® - Kohlenstoffzertifikaten zu kompensieren und einen aktiven Beitrag zum Moor- und Klimaschutz zu leisten. Ab 26. Februar 2016 werden die klimafreundlich produzierten DVD- und Blu-ray-Box zum Film „Magie der Moore“ im Handel erhältlich sein.

Pressemitteilung Polyband Medien GmbH
Presseinformation_Magie der Moore_polyba[...]
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Wie kaum ein anderer Lebensraum birgt das Moor unzählige Geschichten: Seine Anziehungskraft und dunklen Mythen lassen uns erschauern, die Pracht seiner Artenvielfalt staunen. In MAGIE DER MOORE lenkt der renommierte Naturfilmer Jan Haft („Das grüne Wunder – Unser Wald“) den Blick auf eines unserer wichtigsten und schönsten Biotope. Im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten zeigt der Film einen Ort am Übergang zwischen Wasser und Erde, voller spannender Gegensätze. Neben Wölfen, die durch weiße Wollgrasbüschel ziehen, Kranichen, die im Bruchwald ihre Jungen füttern oder anmutig tanzenden Kreuzottern, erleben wir  fleischfressende Sonnentau-Pflanzen und zierliche Moospflanzen, deren Sporen krachend explodieren. Ein filigranes Kunstwerk, das von der Natur in Jahrtausenden geschaffen wurde und das wir erst allmählich beginnen zu erforschen, zu verstehen – und zu bewahren.

 

Tipp: In den Berliner Kinos Filmtheater Friedrichshain, Kant-Kinos und Passage sowie im Potsdamer Thalia-Kino ist der MoorFutures-Kurzfilm vor dem Dokumentarfilm zu sehen!

 

Hier finden Sie alle Informationen zu dem Film: http://www.magiedermoore-derfilm.de/index.html

Moore als Titelthema: forum Nachhaltig Wirtschaften

| 05/2015

Das reichweitenstärkste Nachhaltigkeitsmagazin für Politik, Wirtschaft, Non-Profit-Organisationen und Gesellschaft im deutschsprachigen Raum macht im internationalen Jahr des Bodens die MoorFutures zum Titelthema. Wir stellen Ihnen den Artikel hier zur Verfügung.

Jochen Flasbarth:  Moore zu renaturieren zählt zu den besonders günstigen Klimaschutzmaßnahmen

| 04/2015

Jochen Flasbarth, Foto: Stephan Röhl, Heinrich-Böll-Stiftung [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

In einer Pressemitteilung der Bundesregierung vom 02. April 2015 würdigt Flasbarth die zentrale Bedeutung intakter Moore für den Schutz des Klimas. Obwohl Moore nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern sie rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs. Damit wirken sie dem Klimawandel entgegen.

 

"Jedes Hektar geschütztes Moor spart jährlich rund neun Tonnen CO2 ein, knapp so viel, wie jeder von uns im Durchschnitt pro Jahr verursacht", erklärt der WWF-Naturschutzexperte Michael Zika.

 

Die Studie "Naturkapital und Klimapolitik" vergleicht die gesellschaftlichen Kosten und die Summe öffentlicher Fördergelder für verschiedene Landnutzungen auf Moorböden. Danach sind die volkswirtschaftlichen Kosten des Ackerbaus auf entwässerten Moorböden um ein Vielfaches höher als die privaten Gewinne.

 

Laut Pressemitteilung liegen die Kosten für die Wiedervernässung zwischen 40 und 110 Euro pro Tonne CO2. Damit gehören Moorrenaturierungen zu den besonders günstigen Klimaschutzmaßnahmen, betont auch Flasbarth.

 

Die Pressemitteilung der Bundesregierung finden sie hier.

Im Doppelpack für Klima und Natur – Umweltminister Robert Habeck besucht MoorFutures Baustelle im Stiftungsland Königsmoor

| 04/2015

Dem bedrohten Lebensraum Hochmoor helfen und gleichzeitig seinen CO2-Fußabdruck ausgleichen: das ist jetzt auch in Schleswig-Holstein möglich. Mit jedem der 40.000 MoorFutures®, die durch die Wiedervernässung von rund 68 Hektar im Königsmoor in der Gemeinde Christiansholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, entstehen, wird eine Tonne CO2 festgelegt.

 

Umweltminister Robert Habeck, Schirmherr der Klimaschutzaktion, ließ sich am 13. April 2015 von Sandra Redmann, ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Ute Ojowski, Geschäftsführerin der Ausgleichsagentur, die Renaturierung des ehemaligen Hochmoores zeigen.

 

„Moore sind weltweit unsere größten Kohlenstoffspeicher“, weiß Umweltminister Habeck, „im ehemals moorreichen Schleswig-Holstein haben wir also einen wichtigen Schlüssel in der Hand, um einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele zu leisten. Der Clou der MoorFutures® ist, jeder kann mitmachen – und das direkt vor unserer Haustür.“

 

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz – hat die Baumaßnahmen auf Flächen der Stiftung Naturschutz vorfinanziert. „Wir bieten mit dem Verkauf der freiwilligen Klimaschutzzertifikate, den MoorFutures®, Privatpersonen und Unternehmen an, ihren CO2-Verbrauch zu kompensieren und gleichzeitig hier Zuhause in Schleswig-Holsteins ein Zeichen für den Erhalt seltener Arten zu setzen“, erklärt Ojowski.

 

Dafür wurden im ersten Bauabschnitt im Königsmoor 2030 Meter Wälle gebaut, Drainagen entfernt und Gräben durch Verfüllen angestaut. So bleibt das Niederschlagswasser auf der Fläche und sorgt für Klimaschutz: Durch das angestaute Wasser wird die Torfzersetzung langfristig gestoppt und es gelangen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre. Zunächst  entwickeln sich Seggenriede und Röhrichte, am Ende entsteht wieder ein lebendes Moor. „Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn und Wollgrass stehen schon in den Startlöchern“, freut sich Redmann und ergänzt, „mit den MoorFutures® kann jeder Verantwortung übernehmen, für sich und für die heimische Natur.“  

 

MoorFutures® waren bei ihrer Einführung 2012 in Mecklenburg-Vorpommern weltweit die ersten Kohlenstoffzertifikate für Wiedervernässung von Mooren. Ein MoorFutures® entspricht dem Einsparungspotenzial von einer Tonne CO2, das für einen Zeitraum von 50 Jahren nicht in die Atmosphäre gelangt. Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH hat das Moorschutzprojekt zum Mitmachen nach Schleswig-Holstein geholt.

 

Interessierte Privatpersonen und Unternehmen, die MoorFutures® erwerben wollen, können sich unter www.ausgleichsagentur.de informieren oder sich unter 0431 210 90 78 telefonisch melden.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext:

Angela Fuß, Thomas Voigt, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Eschenbrook 4, 24113 Molfsee, Tel.: 0431/210 90-24 /-22

E-Mail: info@sn-sh.de , www.stiftungsland.de

Zum weiterlesen: Kieler Nachrichten