Internationaler Tag der Feuchtgebiete

World Wetlands Day 2020

Mit nassen Landschaften die Artenvielfalt weltweit unterstützen.

| 01/2020

Seit 1997 wird am 2. Februar jährlich an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung (1971 in der iranischen Stadt Ramsar) erinnert. Deutschland ist dieser sog. „Ramsar Konvention“ 1976 beigetreten.

 

2020 wird das Thema Artenvielfalt in den Fokus genommen. Intakte Feuchtgebiete wie unsere Moore sind Lebensraum für einzigartige, besonders angepasste und vielerorts auch sehr seltene Tier- und Pflanzenarten.

 

Warum Erhalt nasser Landschaften so wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Fakten und globalen Dimensionen des Themas:

* Über 40% aller Tier- und Pflanzenarten leben oder brüten in Feuchtgebieten.

* Über 30% der bekannten Fischarten leben in Feuchtgebieten, ihren Seen und Flüssen. Hinzu kommen viele bedrohte Amphibien und Reptilien.

* Über 1 Milliarde Menschen leben von oder durch die Nutzung nasser Landschaften (z.B. durch Fischfang, Reisanbau, Meeralgen).

* Nasse, also intakte Moore sind dabei ein riesiger Kohlenstoffspeicher, trockene Moore hingegen immense Treibhausgasquellen.  Moore speichern doppelt so viel Kohlenstoff in ihren Torfen wie in den Wäldern weltweit enthalten ist.  Wird ein Torf entwässert, wird aus dem Kohlenstoffspeicher wird eine Treibhausgasquelle.

* Feuchtgebiete an Flüssen, Meere und Ozeane genauso wie Korallenriffen bremsen Wellen und Sturmfluten und schützen damit die Menschen, die an Küsten und Ufern wohnen.

* Intakte Feuchtgebiete können schnell viel Wasser aufnehmen. Sie wirken dann als aktive Pufferzone bei Hochwassergefahren und Überschwemmungen. In Zeiten großer Hitze kühlen sie das Stadt-und Landklima merklich. Sie filtern und verbessern die Oberflächen- und Grundwasserqualität nachweislich - für Mensch und Natur.

* Während Trockenzeiten geben Feuchtgebiete konstant ihr gespeichertes Reservoir an umliegende Landschaften, Flüsse und ins Grundwasser ab - dadurch wird Wasserknappheit minimiert.

 

Jedoch: Feuchtgebiete sind akut gefährdet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind ca. 2/3 der Feuchtgebiete weltweit, z.T. durch systematisches Trockenlegen – verschwunden. Neben dem Schutz ist deshalb die Wiedervernässung ehemaliger Feuchtgebiete – wie unserer Moore – dringender denn je.

 

Mehr Infos zum World Wetlands Day 2020 finden Sie auf der Internetseite der Ramsar Konvention. Dort gibt informative Materialien wie Poster, Ausmalbilder, zahlreiche Handouts für NGOs, Lehrer und Interessierte. Link: www.worldwetlandsday.org

Wenn Sie Moore in Deutschland schützen wollen und obendrein einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen, unterstützen Sie eines unserer MoorFutures-Projekte.

Hier geht’s zu den aktuell 3 Projekten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein.


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