Königsmoor (Schleswig-Holstein)

Wiedervernässung von Hochmoorgrünland im Königsmoor in der Eider-Treene-Sorge-Niederung (Landkreis Rendsburg-Eckernförde)
Projektbeschreibung
 

Das Projektgebiet umfasst eine 68 Hektar große Teilfläche des Königsmoores in der Gemeinde Christiansholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es ist Teil eines insgesamt rund 1200 Hektar großen Hochmoores, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark entwässert wurde.

 

Die Projektflächen wurden in der Vergangenheit durch Gräben und Drainagen entwässert um sie als Grünland intensiv nutzen zu können. Mit dem Erwerb der Flächen hat die Stiftung Naturschutz auf extensive Nutzung ohne Düngung und Grünlandpflege umgestellt. Die negativen Wirkungen der Entwässerung – wie Zersetzung des Torfes und damit Entweichung von klimaschädlichen Gasen – lassen sich dadurch jedoch nicht aufhalten bzw. rückgängig machen.

 

Daher hat die Ausgleichsagentur Schleswig- Holstein, eine Tochter der Stiftung, im Zuge des Projektes sämtliche Gräben und Drainagen in der Fläche verschlossen. Zusätzlich werden flache Wälle aus Torf errichtet, die den winterlichen Niederschlagsüberschuss in den Flächen zurückhalten und speichern, so dass auch im Sommer in Zukunft keine Trockenheit mehr herrscht. Auf den vernässten Flächen wird sich zunächst eine Sumpfvegetation mit Röhricht, Seggen und Binsen einstellen, in Teilbereichen werden eventuell auch Weidengebüsche wachsen. Da das Moor ausschließlich aus Niederschlagswasser gespeist wird, kann sich langfristig wieder eine typische Hochmoorvegetation entwickeln.

Einsparpotenzial: 
 

Durch die Vernässung werden die Grundwasserstände im Gebiet angehoben. Dadurch reduzieren sich die jährlichen Treibhausgasemissionen um 660 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr gegenüber dem Zustand vor Projektbeginn. Wenn sich wie prognostiziert nach etwa 20 Jahren eine torfmoosreiche Hoch- bzw. Zwischenmoorvegetation einstellt, werden gegenüber dem heutigen Zustand pro Jahr 1.037 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

Dieser Prognose zufolge können über die Laufzeit von 50 Jahren Treibhausgasemissionen im Umfang von 40.720 Tonnen CO2-Äquivalenten eingespart werden. Nach Umsetzung der Maßnahmen wird die tatsächliche Entwicklung durch ein Monitoring der Grundwasserstände und der Vegetation regelmäßig
überprüft. Die Berechnung der Treibhausgas-Minderungspotenziale erfolgte entsprechend dem MoorFutures®-Standard. Der TÜV Rheinland hat die Klimawirksamkeit des Projekts Königsmoor
gemäß ISO 14064-2 bestätigt.

 

   Das Investment in Stichworten:
   Investitionsobjekt:

 
   Königsmoor (Schleswig-Holstein)  
   Kompensationsvolumen 40.720 Tonnen Kohlendioxidäquvivalente
   Investitionsvolumen 40.720 MoorFutures
   Investitionslaufzeit 50 Jahre

   Preis pro MoorFuture

 

54 Euro

 

Den Steckbrief zum Projekt können Sie bei Interesse gern herunterladen.
Königsmoor_Steckbrief.pdf
PDF-Dokument [265.9 KB]