MoorFutures - für den Klimaschutz

Intakte, nasse Moore sind mehr oder weniger "klimaneutral". Über lange Zeiträume betrachtet, speichern sie Kohlenstoff. Gräbt man Mooren aber das Wasser ab, ist richtig "dicke Luft". Kohlendioxid (CO2), das Moore über die Jahrhunderte aufgenommen haben, wird innerhalb weniger Jahrzehnte freigesetzt und trägt zur Klimaerwärmung bei.

 

Nahezu alle Moorflächen in Deutschland sind für die landwirtschaftliche Produktion entwässert worden und nicht mehr in einem naturnahen Zustand. In den MoorFutures-Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind die entwässerungsbedingten Emissionen aus Mooren eine der Hauptquellen für die Freisetzung von Treibhausgasen. So übersteigen sie in den MoorFutures-Ländern die jährlichen Emissionen des gesamten Straßenverkehrs!

 

Durch eine Wiedervernässung werden Treibhausgasemissionen reduziert - durchschnittlich um 10 Tonnen pro Hektar und Jahr. (Quelle: MF-Broschüre)

Im Vergleich liegen die Pro-Kopf-Emissionen in Deuschland bei etwa 10 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr.

Weitere Informationen:

  • Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) informiert in dem BfN-Skript 350 (2013) über MoorFutures und den Zusammenhang zwischen Mooren und Klima
  • In einem Flyer der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde finden sie weitere Informationen zu dem Thema: "Was haben Moore mit Klima zu tun?"
  • Eine kleine Geschichte des Klimaschutzes finden Sie hier.