1. Warum sind trockengelegte Moore so gefährlich für unser Klima?
Moore bestehen aus Torf, der sehr viel Kohlenstoff in organischer Form gebunden hat. Infolge der Entwässerung von Mooren reagiert dieser Kohlenstoff mit dem Sauerstoff zu Kohlendioxid, einem der wichtigsten Treibhausgase.
2. Wird mit der Investition sofort aktiv CO2 kompensiert?
Bereits nach der Wiedervernässung der Projektflächen wird der Abbau des Torfes zu Kohlendioxid gestoppt. Allerdings gibt es in der Anfangsphase der Moorregeneration anderweitige Prozesse, bei denen das ebenfalls klimarelevante Methan durch den Abbau der auf der Fläche vorhandenen Biomasse entsteht. Dieser sogenannte Methanpeak ist bereits in die jährlichen Einsparpotentiale eingerechnet. Dadurch steigt das Einsparpotential nach einigen Jahren an.
3. Sind Laufzeiten von über 30 Jahren nicht unheimlich lang?
Vor dem Hintergrund der Zeiträume in denen die Moore einst entstanden sind, sind Laufzeiten von 30 Jahren und länger nur ein Wimpernschlag. Aufgrund des degradierten Zustandes der MoorFutures-Flächen benötigt die Natur längere Zeit, um natürliche Bedingungen zu realisieren. Dabei werden verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen.
4. Können so lange Laufzeiten tatsächlich garantiert werden?
Die Wiedervernässung von Mooren erfolgt auf der Basis von wasserrechtlichen Genehmigungen. Dabei handelt es sich zumeist um Planfeststellungsbeschlüsse, die rechtlich bindend sind. Zusätzlich dazu werden Projektflächen zu Gunsten der Stiftung für Umwelt- und Naturschutz erworben beziehungsweise werden Grundbucheintragungen zur Festschreibung der Wasserstände vorgenommen, die auch bei einem Eigentumswechsel fortbestehen. Auf diese Weise können wir für die Dauerhaftigkeit der Projekte garantieren.