Wasser - der Schlüsselfaktor

Als Lebensspender und als Lebensraum ist das Wasser ein elementarer Bestandteil unseres Planeten und bildet die Grundlage für ein fragiles Gleichgewicht in Natur und Umwelt.

 

Der Wasserhaushalt ist von zentraler Wichtigkeit für die Betrachtung der ökologischen Funktionen von Mooren. Er beeinflusst entscheidend den Erhalt und das Wachstum des Torfkörpers sowie die Vegetation. Wasser ist der Schlüsselfaktor, um den natürlichen Torfabbau zu stoppen und beeinträchtigte Moore zu revitalisieren.

 

Doch was sind Moore? Einfach dargestellt sind es wassergebundene Lebensräume, die in der Lage sind, als Senke für Kohlenstoff und Nährstoffe zu fungieren. Auf diese Weise entsteht der Torf als organischer Boden. Dieser kann aufgrund seines enormen Wasserspeicher- und Wasserrückhaltevermögens als Filter für nährstoffreiches Wasser aus einem mehrfach größeren Einzugsgebiet dienen. Somit nehmen intakte Moore Einfluss auf den gesamten Landschaftswasserhaushalt.

 

Diese Fähigkeiten machen unsere Moore für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten zu einem attraktiven Lebensraum. Jedoch ist das Moor als natürlicher Lebensraum besondert gefährdet, denn heutzutage werden in Deutschland die Moore überwiegend für land- und forstwirtschaftliche Zwecke genutzt. Als Folge der dafür erforderlichen Entwässerung wird in diesen Gebieten ein Prozess in Gang gesetzt, der den Torf mineralisiert - und somit reduziert. Dabei kommt es zum einen zu einer vermehrten Freisetzung von Kohlendioxid, zum anderen steigt bei zunehmender Entwässerung auch die Freisetzung des ebenso klimarelevanten Lachgases.

 

Seit vielen Jahrzehnten wissen wir um die Folgen der nutzungsbedingten Entwässerung von Mooren. Durch das Absenken des Grundwasserstandes werden unerwünschte Bodenbildungsprozesse ausgelöst. Das Gleichgewicht gerät ins Wanken, denn die Belüftung der freigelegten Torfschichten führt zu Stoffreisetzungen in Atmosphäre und Wasser. Auch die typische Pflanzenwelt der Moore verschwindet. Die Bedingungen, die zur Torfbildung geführt haben, werden somit aufgehoben.

 

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden bereits seit Jahren Moorschutzprojekte umgesetzt. Diese Erfahrungen haben uns bestärkt, die Wiedervernässungs- und Revitalisierungsmaßnahmen nun mittels der MoorFutures auf eine breitere Basis zu stellen. So gelingt es Schritt für Schritt, Schutz und Nutzung der Moore miteinander zu harmonisieren.